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[Making of] Hahnemühle Bamboo 265 gsm Papier (Aquarell)

Hahnemühle Bamboo 265 gsm Mixed Media
Größe: 8 x 10,5 cm
Stärke: 265 g/m²
Farbe: naturweiß
Oberfläche: keine Angabe

 

Beschreibung des Herstellers:

Dieses naturweiße Künstlerpapier eignet sich aufgrund seiner einzigartigen Oberfläche sehr gut für verschiedene Mal- und Zeichentechniken sowie Mischtechniken. Farben fließen sehr gut und bleiben in ihrer Leuchtkraft erhalten. Hohe Kontraste und exzellente Farbintensität lassen sich mit jeder Technik erzielen. Bamboo 265 g/m² ist besonders geeignet für die Aquarell-, Acryl- und Pastellmaltechnik sowie für das Skizzieren und das Zeichnen mit Kohle und Rötel.

Quelle und weitere Infos:

  • www.hahnemuehle.com/de/traditional-fineart/hahnemuehle-kuenstlerpapiere/bamboo/p/Product/show/102/411.html

Dieser kleine Block musste bei meinem letzten Papier-Großeinkauf mit. ☺
Die Größe ist genau richtig für schnelle Skizzen oder um neue Maltechniken /-utensilien auszuprobieren.

Ich habe dieses Format genutzt, um meine ersten farbigen Aquarell-Buntstifte von Faber-Castell auszuprobieren.

Nachdem ich bereits mit dem Faber-Castell Graphite Aquarelle-Set (Aquarell-Bleistifte) gearbeitet habe und mit den Ergebnissen sehr zufrieden war, wollte ich ausprobieren, ob ich auch mit farbigen Aquarell-Buntstiften zurecht komme. Dafür habe ich mir ein paar einzelne Stifte gekauft.


Papier: Hahnemühle Bamboo 265 gsm Mixed Media, 8 x 10,5 cm, 265 g/m²

Outlines: Faber-Castell PITT artist pen BLACK 199*** S

Coloration: Faber-Castell Graphite Aquarelle (HB, 4B), Faber-Castell ART Grip Aquarelle 121
Highlights: uni-ball figNO broad Pigment Ink UM-153 White

 

Das Papier hat, wie man auf den Fotos erkennen kann, eine leichte Struktur, die beim zeichnen mit einem Tusche-Stift oder malen mit einem Pinsel nicht stört. Beim zeichnen mit dem Bleistift oder Buntstiften muss man etwas mehr Druck ausüben.

Im Gegensatz zum Hahnemühle Allegretto (Papier), mit dem ich ebenfalls arbeite, zieht die Farbe hier sehr schnell ein. Das empfinde ich als Vorteil, weil man nicht so lange warten muss, bis die Flächen getrocknet sind.

Ich empfehle bei der Coloration mit Aquarell-Buntstiften für die Outlines eher einen wasserfesten Tusche-Stift oder einen H-Bleiftift, als einen Bleistift mit weicher Mine zu benutzen. Durch den höheren Druck beim Colorieren, können die Bleistift-Linien verschmieren .

 

Wie coloriert man mit Aquarell Buntstiften?

Auf youtube habe ich ein hilfreiches Tutorial gefunden:

  • Mit AQUARELL malen – Comics kolorieren Spezial
    http://youtu.be/faF4AldQGXM

 

Ich weiß nicht, ob es an den Stiften oder am Papier liegt, aber ich finde nicht, dass die Farben leuchten. Im Gegenteil: Ich finde, dass die Farben auf diesem Papier viel blasser wirken als auf anderen (z.B. Hahnemühle Allegretto oder Hahnemühle Britannia).

Das Format ist etwas gewöhnungsbedürftig, da sehr klein, aber es ist möglich  darauf auch detailliert zu zeichnen / malen, wenn man will. ^^

 

[Making of] Malen mit Kaffee / Kaffemalerei / Coffee Art

Kaffee kann man nicht nur trinken. Man kann auch damit malen.
Dass dies möglich ist habe ich zufällig durch einem Artikel zur Aquarellmalerei erfahren.

Die Kaffeemalerei soll im 17. Jahrhundert entstanden sein. Künstler, die sich die teureren Farben nicht leisten konnten, haben die Kaffeemalerei für sich entdeckt.

Wie man damit malt wurde allerdings nicht beschrieben.
Ich bin so vorgegangen…

Benötigte Utensilien:

  • Aquarellpapier
  • Aquarellpinsel
  • kleine Schüssel
  • gemahlener Kaffee + etwas Wasser
  • sehr viel Zeit & Geduld (und/oder einen Föhn)

Maltechnik:
Ich habe auf trockenem Grund  und von unten nach oben bzw. hell nach dunkel gemalt.

Das heisst: Ich habe zuerst mit den hellen Bereichen angefangen und in den nächsten Arbeitschritten die Schattierungen aufgetragen. (So wie man es auch von der Aquarellmalerei kennt.) Zwischen jedem Arbeitsschritt habe ich die Farbe trocknen lassen.

Die Kaffeemalerei ist der Aquarellmalerei sehr ähnlich, daher habe ich dafür ein dickeres Aquarellpapier benutzt.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Aquarell


Schritt für Schritt:

Mein Motiv habe ich mit einem Bleistift gezeichnet. Natürlich kann man auch einen anderen Stift benutzen. Wichtig ist nur, dass der Stift wasserfest ist.

Ich habe zuerst frisch gebrühten Kaffee (bzw. Reste, die ich noch übrig hatte) verwendet und damit das komplette Blatt bemalt. Die Lichtreflexe (weiße Stellen) habe ich ausgespart (So wie man es auch bei der Aquarellmalerei macht).

Frisch gebrühter Kaffee ist sehr wässrig und wenig deckend.
Man kann mit Kaffee zwar auch die Nass-in-Nass Technik (Malen auf feuchtem Untergrund) verwenden, aber Schattierungen und Ähnliches sind damit nicht wirklich möglich (Beispiele gibt es ganz unten). Auch weiche Verläufe sind schwierig zu malen, da die Farbe ganz anders aussieht, wenn sie getrocknet ist. Meist hat man harten Kanten.

Nachdem die Farbe getrocknet ist (Später habe ich einen Föhn benutzt, weil es mir zu lange gedauert hat. Kaffee trocknet langsamer als Aquarell.), habe ich erneut Farbe aufgetragen und die Schattierungen gemalt.

Eigentlich wäre das Bild so auch schon fertig und okay gewesen, aber mir war das nicht deckend genug. Also habe ich als nächstes ca.  1- 2 TL gemahlener Kaffee (Filterkaffee) mit ein wenig Wasser in einer Schüssel vermischt, sodass es eine dickflüssige Paste ergibt. (Alternativ kann man auch den Kaffesatz inkl. Kaffeefilter, den man nach dem Kaffee trinken übrig hat, benutzen.)

Damit habe ich dann so viele Schichten Farbe aufgetragen, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Je mehr Schichten man aufträgt, desto dunkler wird die Farbe. Allerdings nur, wenn man sie  gut trocknen lässt, bevor man die nächste Schicht aufträgt (und nicht zu viel Wasser verwendet).

Am Kaffeesatz sollte man sich nicht stören. Sobald die Farbe getrocknet ist, kann man es (vorsichtig) runter bürsten.

Zum Schluss habe ich noch mit einem weißen Stift ein paar Highlights gezeichnet.

Die Farbe ist auf dem Original nicht so intensiv. Das kommt nur durch das nachträgliche Aufhellen der Fotos am PC (schlechte Lichtverhältnisse). Ich würde den Farbton als ein blasses Sepia bezeichnen.

 

Papier: Hahnemühle Britannia, 17 x 24 cm, 300g/m², naturweiß, matt
Outlines: Faber Castell 3H
Coloration: gemahlener Kaffee (Jacobs Krönung)
Highlights: uni-ball figNO broad Pigment Ink UM-153 White

Details der eingescannten Zeichnung in Originalfarben.


Hier sind meine ersten Kaffeebilder:

Hier habe ich mit der Nass-in-Nass Technik und mit frisch gebrühntem Kaffee (= zu viel Wasser) gearbeitet. Ist zu viel Wasser im Spiel bekommt man diese harten Kanten. (Sieht auch interessant aus, aber nur wenn es gewollt ist. ^^) Mit einem feuchten Pinsel lassen sich diese Stellen nachträglich noch aufhellen / korrigieren / verwischen. (Das habe ich aber erst viel später herausgefunden.)

Papier: Hahnemühle Bamboo 265 gsm Mixed Media, 8 x 10,5 cm

Kaffeemalerei ist eine interessante Technik, für die man aber Zeit & Geduld braucht. Kaffee verhält sich anders als Aquarell. Es braucht sicherlich eine Weile, bis man seinen eigenen Stil gefunden hat. Man sollte auf jeden Fall experimentierfreudig sein. 🙂

 

Weitere Beispiele & Infos von anderen Künstlern im Internet:

  • www.flickr.com/photos/dirceuveiga/sets/72157613461282543/
  • https://kaffee-freun.de/malen-mit-kaffee/
  • http://coffeeart.com
  • http://blog.tchibo.com/aktuell/kaffee/kaffeemalerei-kunst-aus-dem-kaffeehaferl/
  • www.gutefrage.net/frage/frage-zur-kaffeemalerei
  • http://youtu.be/aEMfpvI2L08

[Shopping] Hahnemühle Allegretto Papier (Aquarell)

Hahnemühle Allegretto
Größe: 14,8 x 21 cm
Stärke: 150 g/m²
Farbe: hellweiß
Oberfläche: rau

Ich habe dieses Papier das erste Mal gekauft. Als ich es zu Hause ausgepackt habe, war ich verwundert, weil die Struktur ganz anders aussah, als im Laden.
Das Faszinierende an diesem Papier ist, dass die Oberfläche, je nachdem aus welchem Blickwinkel man schaut, anders wirkt.

Hier ist ein Beispiel:

Eingescannt

Leicht schräg von oben abfotografiert.

andere Perspektiven:

Die Struktur macht es nicht so einfach darauf gerade Linien zu zeichnen.
(Ja, beim Ohr habe ich mich verzeichnet. Auch die Augen sind unterschiedlich groß. Das passiert, wenn man nicht vor skizziert. ^^)

[Making of] Faber-Castell Graphite Aquarelle

Letztes Jahr habe ich mir das Faber-Castell Graphite Aquarelle-Set, bestehend aus 5 Bleistiften (HB, 2B, 4B, 6B und 8B) und einem Pinsel (Stärke 6), gekauft. Preis: 9,99 Euro.

Es handelt sich um wasservermalbare Bleistifte (Aquarellbleistifte). Die verschiedenen Härten haben auch unterschiedliche Farben. HB ist am hellsten, 8B am dunkelsten.

  • http://youtu.be/nHNn_ngLBa8
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Bleistift
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Aquarell

Wie malt man damit?
Zuerst schattiert man, wie mit Bleistift oder Buntstiften. Je mehr Druck man ausübt, desto dunkler wird es. Anschließend geht man mit dem nassen Pinsel (sanft und ohne großen Druck) über die gemalten Flächen. Die Farbe ist heller, wenn sie getrocknet ist (Ist aber auch vom Papier abhängig.).

Auf youtube habe ich ein hilfreiches Tutorial gefunden:

  • Mit AQUARELL malen – Comics kolorieren Spezial
    www.youtube.com/watch?v=faF4AldQGXM

(Ich habe mir vorher noch nie Videos zum Thema Zeichnen / Malen angeschaut. Interessant wieviele es gibt. o_O)

Wenn man mit verschiedenen Stärken arbeitet, empfehle ich die Farbtöne nach und nach aufzutragen. So verhindert man, dass die verschiedenen Töne ineinander überlaufen (Sieht nicht so toll aus, wenn man die Haare mit 8B coloriert hat, die Haut mit HB und die dunkle Farbe in den Hautbereich überläuft). Da man nicht viel Wasser benötigt, trocknen die Farben bei dieser Technik schnell. Wem das zu langsam ist: Man kann das Papier auch trocken föhnen. ^^

Für die Outlines kann man einen Bleistift, aber auch einen wasserfesten Fineliner / Tuschestift benutzen.

Papier: Ursus Aquarellblock, 12x17cm, 200g, rauh, hochweiß
Outlines: Faber-Castell PITT artist pen BLACK 199*** S (Künstlertusche, wasserfest)
Highlights (weiß): uni-ball figNO broad Pigment Ink UM-153 White

 

In S/W bzw. Grautöne zu colorieren ist ungewohnt, gefällt mir aber gut.

[Making of] Rot-grüne Haare (Polychromos Buntstifte)

Papier: 90g/m² Druckerpapier, weiß, A4
Outlines: Kugelschreiber, schwarz
Coloration: Faber-Castell Polychromos
Haut: Staedtler Triplus 128
Highlights: Highlights: uni-ball figNO broad Pigment Ink UM-153 White

 

Eigentlich sollte es eine reine Kugelschreiber-Zeichnung werden (deswegen auch die Schattierungen), aber dann habe ich meine alten Faber-Castell Polychromos Buntstifte, die ich noch aus meiner Ausbildung zur GTA mit dem Schwerpunkt Grafikdesign besitze, herausgekramt…

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Gestaltungstechnischer_Assistent

Zum Ausbildungsbeginn hatten wir damals, vor ca. 10 Jahren,  eine Liste bekommen, was für Materialien wir benötigen und besorgen müssen. Darunter waren z.B. eine Schneideunterlage, ein 60cm langes Schneidelinieal, ein Skalpellset, Kalligrafie Stifte und -Pinsel, Aquarellfarben und auch die Polychromos im 24er-Set  (Natürlich mussten wir alles selbst bezahlen.).

Ich weiß noch genau, wie im Laden stand und nicht glauben konnte, dass Buntstifte so teuer sein können. Das 24er-Set hat damals 40 Euro gekostet.

Was macht die Polychromos so besonders?

  • Sehr hohe Deckkraft (satte Farben)
  • Farben lassen sich schichten (z.B. für Verläufe)
  • auch auf farbigem Untergrund anwendbar (& deckend)
  • Malen auf unterschiedliche Untergründen möglich (Papier, Karton, Holz, Stein, Leder und Metall)
  • www.faber-castell.de/art-und-graphic/kuenstlerprodukte/polychromos-kuenstlerfarbstifte
  • www.amazon.de/Faber-Castell-110024-K%C3%BCnstlerfarbstift-POLYCHROMOS-Metalletui/dp/B0007OECK8/
  • www.boesner.com/shop/zeichnen/zeichenmaterial/farbstifte-und-kreiden/kuenstler-farbstift-1#1556

Während der Ausbildung kamen diese Stifte allerdings nur zum „Kästchen-ausmalen“ oder für Skizzen zum Einsatz, weswegen wir uns dann, wegen der hohen Anschaffungskosten, beschwert haben. So mussten diejenigen, die in den Jahren danach ihre Ausbildung begonnen haben, nicht mehr das 24er-Set kaufen, sondern durften sich das 12er-Set anschaffen.

Das Colorieren mit den Polychromos kann kraftaufwendig sein (Ein Grund warum ich damit nicht so oft coloriere.). Um richtig satte Farben zum bekommen, muss man viel Druck ausüben. Man merkt aber auf jeden Fall den Unterschied zwischen „Billig“-Buntstiften und den teuren Polychromos. Ich mag es z.B. dass man damit auch mit viel Druck noch Verläufe machen kann oder sich die Farben sich miteinander vermischen. Bei den Haaren habe ich z.B. im grünen Bereich mit 3 Farbtönen gearbeitet (gelb, grün und schwarz).

Leider fehlte im 24er-Set die Hautfarbe, deswegen habe ich dafür einen anderen Buntstift genommen. Bei idee. (www.idee-shop.de/shop/index.php), in Mönchengladbach, kann man die Polychromos auch einzeln kaufen.