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[Making of] Speed Painting mit SketchBook Mobile auf dem Smartphone (Video)

Wie bereits, in diesem Beitrag, beschrieben, habe ich vor einigen Monaten SketchBook von Autodesk für mich entdeckt. Bevor ich die PC-Version ausprobiert hatte, habe ich mir die App, für Android, genauer angeschaut und meinen ersten Versuch aufgezeichnet.

Version: Autodesk SketchBook Pro
Betriebssystem: Android 5.1
Gerät: Wiko Rainbow Jam (Smartphone)
Display-Größe: 5 Zoll

Musik erstellt mit: (Magix) Music Maker Jam für Android
Video bearbeitet mit: Cyberlink PowerDirector (Pro) für Android

Sollte das Video nicht angezeigt werden.
Hier ist der Link zum Video: https://youtu.be/xiBHDi-MF98

Die komplette Zeichnung entstand nur mit dem Finger, was bei den Outlines eine kleine Herausforderung war. Es hat außerdem noch eine Weile genauert bis ich die richtige Pinselspitze, für mich, gefunden habe: Eine Bleistift-Pinselspitze, die auf Druck reagiert, so wie ein richtiger Bleistift.

Weil ich keine geraden Linien hinbekommen habe, habe ich geometrische Formen als Hilfe genutzt.

Die Coloration war etwas einfacher. Hier habe ich mich einfach durch die verschiedenen Pinselspitzen probiert. 🙂

Leider fehlt im Video ein Teil (mit der Ausarbeitung der Schattierungen im Hautbereich). Diese Aufnahme ist leider verloren gegangen, als ich am nächsten Tag weiter machen wollte. :-/

Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.

Wer sich selbst schon einmal an einer Zeichnung auf dem Smartphone versucht hat, wird schnell feststellen, dass es (ohne ein Präzisionseingabestift) nicht so einfach ist.

Autodesk SketchBook Desktop (Free)

Update Juli 2018: Autodesk SketchBook für PC & mobile Geräte ist inzwischen komplett kostenlos – mit allen Funktionen, für die man vorher zahlen musste. Um das Programm bzw. die App nutzen zu können benötigt man einen kostenlosen Autodesk Benutzer-Account.

 

Auf der Suche nach einer App zum Skizzieren auf dem Smartphone bin ich auf SketchBook von Autodesk gestoßen (Die Macher von Pixlr.). SketchBook gibt es, wie Pixlr, auch als Desktop-Version für den PC. 🙂

Die kostenlosen Versionen unterscheiden sich aber, je nach Plattform z.B. gibt es nicht alle Pinsel, die es in der PC-Version gibt auch in der Android-Variante. (Die Android-Version werde ich in einem separaten Eintrag näher beschreiben.)

Für die Coloration am PC habe ich bisher Photoshop (7/CS/CS2) genutzt. Zum Bearbeiten und aufbessern ist Photoshop gut geeignet, aber was die Coloration am PC betrifft… – Ich habe festgestellt, dass  mir die Coloration mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop oder Gimp nicht liegt bzw. ich damit nicht zum gewünschten Ergebnis komme.

Auch die anderen kostenlosen Mal- und Zeichen-Programme, die ich bisher ausprobiert hatte, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Daher habe ich von SketchBook auch nicht viel erwartet.

 

Installation:
Das Programm bekommt man auf www.autodesk.com bzw. www.sketchbook.com. Auf einem Windows PC kann es ab Windows 7 installiert werden.

Nach der Installation erscheint der Hinweis, dass „Analytics“ (Nutzerinformationen) gesammelt und an Autodesk geschickt werden. Dies kann man unter „Hilfe“ – „Info über SketchBook“ deaktivieren.

Außerdem gibt es noch die Möglichkeit einen Benutzeraccount anzulegen. (Wenn man Pixlr Desktop nutzt und bereits dafür einen Account hat, kann man sich auch bei SketchBook damit einloggen.) Wofür man den Account, außer für das Abo, braucht, habe ich aber noch nicht in Erfahrung bringen können.

Für die Nutzung des Programms ist ein Benutzeraccount aber nicht notwendig. Auch eine aktive Internetverbindung braucht man nicht.

Unter „Hilfe“ – „Nach Updates suchen“ gibt es außerdem noch die Möglichkeit das Programm zu aktualisieren. Hin und wieder kommt eine neue Version mit kleinen (oder großen) Verbesserungen.

 

Benutzeroberfläche:
Die Benutzeroberfläche ist einfach und übersichtlich gestaltet. (Man wird nicht schon beim Start mit etlichen Fenstern überfordert. Das finde ich gut.)

Benutzeroberfläche – Vorgabelayout

Standartmäßig wird oben der „Werkzeugkasten“ sowie die „Farb- und Pinsellupe“ angezeigt. Links befinden sich der „Utensilienkasten“ und die „Pinselpalette“. Weitere Fenster (z.B. Layer-Editor, Farb-Editor oder Copic-Bibliothek mit 36 Farben) lassen sich, oben unter „Fenster“, ein-/ausblenenden, wenn man sie nicht braucht oder, bis auf „Utensilienbereich“, auch verschieben.

Mit einem kleineren Monitor (z.B. einem Laptop) und einer niedrigeren Bildschirmauflösung, wird es ganz schön voll auf dem Bildschirm, wenn man mehrere Fenster offen hat.

Sofern man keine Datei öffnet, wird automatisch ein leeres, weißes Blatt angelegt, das von den Maßen (Pixel) her der aktuellen Bildschirmauflösung entspricht. Mit dem Rädchen an der Maus, kann man hinein- oder hinauszoomen.

Beim Starten des Programms wird jedes Mal ein übergeordnetes Fenster geöffnet, das auf die Bezahl-Version hinweist. Erst wenn man dieses Fenster schliesst (oben Rechts das kleine X), kann man das Programm nutzen.

Zoomen, drehen und verschieben

Was ich vermisse, ist ein Scrollbalken an der Seite. Hierfür muss man auf das Lupen-Symbol gehen, dort die entsprechende Einstellung wählen und dann hoch und runter gehen. Erst wenn man das Lupen-Fenster schliesst, kann man weiter arbeiten. Das finde ich, am PC, sehr, sehr umständlich.

Das Programm ist übrigens komplett auf deutsch.

 

Funktionen & erster Eindruck:
Wie bei allen kostenlosen Programmen, gibt es bestimmte Funktionen nur gegen Bezahlung (Eine monatliche Gebühr (Abo-Modell)).

Es gibt auch die Möglichkeit die Pro-Version 15 Tage lang kostenfrei zu testen. Weitere Infos dazu gibt es hier:

  • http://desktop-help.sketchbook.com/the-trial/

Da ich nicht viel digital zeichne oder coloriere reichen mir die Funktionen der „Free“-Version (erst einmal) aus. Das Einzige, was mich stört, ist die stark begrenzte Anzahl an Ebenen. Max. 3 Ebenen kann man in der kostenlosen Version anlegen. Viel zu wenig, wie ich finde.

Dafür lassen sich die Dateien aber auch im PSD-Format, mit allen Ebenen, abspeichern, sodass man später weiterarbeiten kann. Es ist auch möglich eine PSD-Datei, z.B. die Outlines (ohne Hintergrund) zu importieren.

SketchBook verfügt über ein Lasso- und ein Füllen-Werkzeug.
Mit dem Füllen-Werkzeug lassen sich Flächen in einem Farbton einfärben. Das setzt aber voraus, dass man saubere Outlines hat und geschlossene Linien. Sonst werden Bereiche mit eingefärbt, die man nicht verändern wollte.

 

In der Free-Version gibt es 16 Pinselarten:

  • Bleistift
  • Airbrush
  • Markierstift
  • Malpinsel
  • Harter Radierer
  • Weicher Radierer
  • Copic-Super-Pinselfeder
  • Copic-mittelgrobe Feder
  • Runder Synthetik-Borstenpinsel
  • Verwischen Netzpinsel
  • Kugelschreiber
  • Filzstift
  • Kalligrafiestift
  • Verschmieren
  • Weichzeichnen
  • Schärfen

Zu jedem Pinsel lassen sich noch Anpassungen wie Größe oder Deckkraft einstellen. Manche Pinsel haben noch eine dritte Einstellung. In den Pinseleinstellungen gelangt man mit einem Doppelklick auf den Pinsel oder oben, über dem Bleistift, auf „Pinseleigenschaften“ (2 Pfeile Symbol).

Pinsel-Einstellungen

Leider finde ich hier den Bleistift nicht so gut. Die Linien wirken leider überhaupt nicht wie mit einem echten Bleistift gezeichnet. Es unterscheidet sich kaum von der Filzstift- oder Kugelspreiber-Pinselspitze. (Die realistischen Bleistiftspitzen gibt es scheinbar nur in der Pro-Version.)

Gerade Linien oder Kreise sind in der kostenlosen Version kein Problem. Ein Lineal und ein Elipse-Werkzeug sind ebenfalls dabei.

Mit dem Verschmieren-Werkzeug lassen sich Bereiche verformen. Ähnlich wie mit dem Verflüssigen-Werkzeug in Photoshop.

Auch Texte lassen sich einfügen. Verwendet werden alle, auf dem PC, installierten Schriftarten. Der Text lässt sich vergrößern, verkleinern, breiter oder schmaler machen, bevor er auf die Ebene, auf der man gerade arbeitet, abgelegt wird. Die Deckkraft lässt sich nur mit Hilfe der Ebenendeckkraft ändern.

Möglichkeiten Farben auszuwählen

Die Farbauswahl erfolgt über die Farblupe, den Farbeditor oder die Copic-Bibliothek. In der Farblupe und im Farbeditor gibt es auch das Farbwähler-/Pipette-Werkzeug, mit dem man eine beliebige Farbe aus dem Bild (oder neuerdings auch von seinem Desktop) auswählen kann.

SketchBook unterstützt auch das Arbeiten mit Grafiktabletts. Leider wird mein Grafiktablett (TRUST 1200-V2) nicht mehr von meinem aktuellen Betriebssystem unterstützt, sodass ich auf die Coloration mit der Maus angewiesen bin. – Das klappt, erstaunlicherweise, ganz gut. Viel besser, als mit Photoshop.

Mein erster Eindruck ist auf jeden Fall sehr positiv. Man merkt, dass sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht haben.

Trotz eingeschränkten Funktionen bietet die kostenlose Version genug Werkzeuge, um (auch als Anfänger) schöne und ansehliche Ergebnisse zu erzielen. Schade ist nur die Einschränkung mit den 3 Ebenen, da man so später wenig rückgängig und daher sehr genau arbeiten muss.

Mir macht das Arbeiten mit SketchBook auf jeden Fall Spaß, auch wenn es noch eine Weile dauern wird, bis ich mich eingearbeitet habe. Die Ergebnisse werde ich hier im Blog und / oder in der Galerie mit euch teilen. ^^

 

Hilfe & Tutorials:

  • http://desktop-help.sketchbook.com/
  • https://www.youtube.com/user/SketchBookPro/videos

Die SketchBook Hilfe-Seite ist auf englisch. Man kann sich die Tutorials auch auf deutsch übersetzen lassen, auch wenn diese nicht immer richtig ist. 😉

 

Info: Alle Screenshots stammen aus der aktuellen Version 8.1.1.

[Making of] Bulma aus Dragonball (PC Coloration)

Nach langer Zeit habe ich mich wieder einmal an die Coloration am PC versucht. Mein Motiv: Bulma aus Dragonball.

Entstanden am: 31.05.2011
Coloration am: 24.06.2014

Programm: Photoshop
Hilfsmittel: A4 Grafiktablett (TRUST 1200-V2)
Dauer: ca. 5 – 6 Stunden

 

Ich habe mit Ebenen und der Ebenenfüllmethode: Abdunkeln, Multiplizieren und weiches Licht (Highlights) gearbeitet. Zum colorieren: harte und weiche, runde Pinselspitzen + Radiergummi (unterschiedliche Deckkraft).

Ursprünglich wollte ich den Stil ganz schlicht, entsprechend dem Original, halten (bis Schritt 3 /4), aber dann kam hier und da noch eine Veränderung, bis es am Ende wieder ganz anders aussah. ^^

Die Outlines habe ich nicht am PC nachgezeichnet.
Ich habe das ursprüngliche Bild (Schritt 1) dubliziert, die Ebene ganz nach oben verschoben und dann die Ebenenfüllmethode „Multiplizieren“ angewendet. Dadurch sind die Konturen (Outlines) dunkler geworden.
Dass ich es eigentlich mit einem Kugelschreiber gezeichnet habe sieht man nun nicht mehr.

 

Details:

 

Mit dem Ergebnis bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Colorieren am PC sehr anstrengend und, vor allem, sehr zeitraubend finde. In der Zeit, die ich dafür gebraucht habe, hätte ich 5-6 Zeichnungen mit Bleistift / Fineliner und Aquarellfarben zeichnen können (inkl. Outlines und Pausen, damit die Farbe trocknet).

Deswegen: Ich bleibe bei der traditionellen Methode. ^^