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[Shopping] Faber-Castell 9000 Design Set

Dieses Bleistift-Set besitze ich seit mehr etwa 10 Jahren. Wir mussten es uns damals für die Ausbildung kaufen, benutzt habe ich das Set aber noch nie. :-/

  • www.faber-castell.de/art-und-graphic/kuenstlerprodukte/pitt-monochrome-graphite/BleistiftCASTELL900012erDesignSet/119064
  • www.amazon.de/gp/product/B0014ZSH0A

Das Set enthält 12 Bleistifte in den Stärken 5H, 4H, 3H, 2H, H, F, HB, 2B, 3B, 4B und 5B.

Die H-Stärken eignen sich zum Skizzieren (Die Mine ist hart und kann die Papierstruktur zerkratzen, deswegen sollte man nicht zu viel Druck ausüben.). Mit den B-Bleistiften kann man gut schattieren, da die Mine sehr weich ist. Je höher die Zahl ist, desto heller oder dunkler ist der Ton.

Hier ist ein Beispiel:

Papier: 90 g/m² Druckerpapier, weiß, A4 | Soll darstellen: Yura aus Manga Love Story

In der Praxis sieht das so aus:

Mit einem H-Bleisitft habe ich eine grobe Skizze angefertigt (siehe vorderer Arm) und anschließend mit dunkleren Tönen nach gezeichnet und schattiert.

 

Braucht man dieses Set?
Meiner Meinung nach: Nein.

Es reicht auch aus, sich einen H-Bleistift (für Skizzen) und einen B-Bleistift (zum Schattieren) zu kaufen. Dieses Set kann aber hilfreich sein, um zu testen mit welcher Bleistiftstärke man am Besten zurecht kommt.

[Making of] Malen mit Kaffee / Kaffemalerei / Coffee Art

Kaffee kann man nicht nur trinken. Man kann auch damit malen.
Dass dies möglich ist habe ich zufällig durch einem Artikel zur Aquarellmalerei erfahren.

Die Kaffeemalerei soll im 17. Jahrhundert entstanden sein. Künstler, die sich die teureren Farben nicht leisten konnten, haben die Kaffeemalerei für sich entdeckt.

Wie man damit malt wurde allerdings nicht beschrieben.
Ich bin so vorgegangen…

Benötigte Utensilien:

  • Aquarellpapier
  • Aquarellpinsel
  • kleine Schüssel
  • gemahlener Kaffee + etwas Wasser
  • sehr viel Zeit & Geduld (und/oder einen Föhn)

Maltechnik:
Ich habe auf trockenem Grund  und von unten nach oben bzw. hell nach dunkel gemalt.

Das heisst: Ich habe zuerst mit den hellen Bereichen angefangen und in den nächsten Arbeitschritten die Schattierungen aufgetragen. (So wie man es auch von der Aquarellmalerei kennt.) Zwischen jedem Arbeitsschritt habe ich die Farbe trocknen lassen.

Die Kaffeemalerei ist der Aquarellmalerei sehr ähnlich, daher habe ich dafür ein dickeres Aquarellpapier benutzt.

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Aquarell


Schritt für Schritt:

Mein Motiv habe ich mit einem Bleistift gezeichnet. Natürlich kann man auch einen anderen Stift benutzen. Wichtig ist nur, dass der Stift wasserfest ist.

Ich habe zuerst frisch gebrühten Kaffee (bzw. Reste, die ich noch übrig hatte) verwendet und damit das komplette Blatt bemalt. Die Lichtreflexe (weiße Stellen) habe ich ausgespart (So wie man es auch bei der Aquarellmalerei macht).

Frisch gebrühter Kaffee ist sehr wässrig und wenig deckend.
Man kann mit Kaffee zwar auch die Nass-in-Nass Technik (Malen auf feuchtem Untergrund) verwenden, aber Schattierungen und Ähnliches sind damit nicht wirklich möglich (Beispiele gibt es ganz unten). Auch weiche Verläufe sind schwierig zu malen, da die Farbe ganz anders aussieht, wenn sie getrocknet ist. Meist hat man harten Kanten.

Nachdem die Farbe getrocknet ist (Später habe ich einen Föhn benutzt, weil es mir zu lange gedauert hat. Kaffee trocknet langsamer als Aquarell.), habe ich erneut Farbe aufgetragen und die Schattierungen gemalt.

Eigentlich wäre das Bild so auch schon fertig und okay gewesen, aber mir war das nicht deckend genug. Also habe ich als nächstes ca.  1- 2 TL gemahlener Kaffee (Filterkaffee) mit ein wenig Wasser in einer Schüssel vermischt, sodass es eine dickflüssige Paste ergibt. (Alternativ kann man auch den Kaffesatz inkl. Kaffeefilter, den man nach dem Kaffee trinken übrig hat, benutzen.)

Damit habe ich dann so viele Schichten Farbe aufgetragen, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Je mehr Schichten man aufträgt, desto dunkler wird die Farbe. Allerdings nur, wenn man sie  gut trocknen lässt, bevor man die nächste Schicht aufträgt (und nicht zu viel Wasser verwendet).

Am Kaffeesatz sollte man sich nicht stören. Sobald die Farbe getrocknet ist, kann man es (vorsichtig) runter bürsten.

Zum Schluss habe ich noch mit einem weißen Stift ein paar Highlights gezeichnet.

Die Farbe ist auf dem Original nicht so intensiv. Das kommt nur durch das nachträgliche Aufhellen der Fotos am PC (schlechte Lichtverhältnisse). Ich würde den Farbton als ein blasses Sepia bezeichnen.

 

Papier: Hahnemühle Britannia, 17 x 24 cm, 300g/m², naturweiß, matt
Outlines: Faber Castell 3H
Coloration: gemahlener Kaffee (Jacobs Krönung)
Highlights: uni-ball figNO broad Pigment Ink UM-153 White

Details der eingescannten Zeichnung in Originalfarben.


Hier sind meine ersten Kaffeebilder:

Hier habe ich mit der Nass-in-Nass Technik und mit frisch gebrühntem Kaffee (= zu viel Wasser) gearbeitet. Ist zu viel Wasser im Spiel bekommt man diese harten Kanten. (Sieht auch interessant aus, aber nur wenn es gewollt ist. ^^) Mit einem feuchten Pinsel lassen sich diese Stellen nachträglich noch aufhellen / korrigieren / verwischen. (Das habe ich aber erst viel später herausgefunden.)

Papier: Hahnemühle Bamboo 265 gsm Mixed Media, 8 x 10,5 cm

Kaffeemalerei ist eine interessante Technik, für die man aber Zeit & Geduld braucht. Kaffee verhält sich anders als Aquarell. Es braucht sicherlich eine Weile, bis man seinen eigenen Stil gefunden hat. Man sollte auf jeden Fall experimentierfreudig sein. 🙂

 

Weitere Beispiele & Infos von anderen Künstlern im Internet:

  • www.flickr.com/photos/dirceuveiga/sets/72157613461282543/
  • https://kaffee-freun.de/malen-mit-kaffee/
  • http://coffeeart.com
  • http://blog.tchibo.com/aktuell/kaffee/kaffeemalerei-kunst-aus-dem-kaffeehaferl/
  • www.gutefrage.net/frage/frage-zur-kaffeemalerei
  • http://youtu.be/aEMfpvI2L08

[Making of] Das Band (Bleistift)

Papier: 90g/m² Druckerpapier, weiß, A4
Outlines und Schattierungen: Faber Castell 6B Bleistift
Highlights: Highlights: uni-ball figNO broad Pigment Ink UM-153 White

 

Bei der unteren Hand habe ich mich verzeichnet. Da ich aus dem Kopf zeichne und nicht skizziere kann das auch mal passieren.

Wie man sehen kann, lässt sich 6B nicht so gut radieren. Es bleiben Rückstände. Das kann man am PC zwar wegretuschieren, sieht auf dem Original aber trotzdem nicht schön aus…. Aus Fehlern lernt man. 🙂